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Melanie Siegels Bilder weisen die domestizierenden Eingriffe des Menschen in der Landschaft und die Rückformung urbaner Gefüge durch die Natur auf. Die Arbeiten sind vom Wechselspiel zweier Bildwelten durchdrungen: zum einen die Ordnung architektonischer und geometrischer Bildstrukturen, zum anderen die wuchernde Vegetation und ursprüngliche Welt der Pflanzen. Es geht um die Grenzbereiche des Landschaftsraums, um die Umformung des Naturraums zu einer gestalteten Lokalität und um künstliche Ideallandschaften. Die Arbeiten können als eine große Erzählung gesehen werden, die sich über mehrere Schaffensjahre erstreckt, und in deren Motivkosmos stets Querverweise auftreten. Gesehenes bildet den Ausgangspunkt der Malerei und die Sujets sind nicht selten Fundstücke aus der nächsten Umgebung. Im Malprozess wird das Entdeckte durch Assoziiertes erweitert, verfremdet und neu definiert. Ziel dieser Zwiesprache ist es, nicht die tatsächliche Situation nachzuahmen, sondern im Pendeln zwischen Abbild und persönlicher Imagination, das Wesen der Dinge herauszuarbeiten.

 

Zwischen Paradies und Formung - Grenzräume moderner Landschaftsmalerei

Katalogtext von Anne Simone Krüger, Kunsthistorikerin M.A.

 

Kunstpreis der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe

Auszug aus der Eröffnungsrede von Prof. Dr. Pia Müller-Tamm

 

„Gibt es das auch in Gelb?“

Auszug aus der Eröffnungsrede von Dr. Olena Balun, Kunsthistorikerin